Das Neurophone   I


Das Hypnobioskop Hugo Gernsbacks   I   LIFE Magazin   I   Das erste Neurophone   I   Hören über die HautSuperlearningDeltawellenelektronische Telepathiemaschine   I   das Pentagon schaltet sich erneut ein

   Patrick forschte weiter. Er lebte damals in Houston/ Texas. Houston veranstaltete so genannte ‚Science Fairs’, wissenschaftliche Wettbewerbe, an denen alle Schüler Houstons teilnehmen konnten. Für einen dieser Science Fairs hatte er den Fernlenkwaffendetektor entwickelt und suchte nun ein Projekt für den nächsten Wettbewerb. Die offiziell vorgeschlagenen Themen erschienen ihm alle sehr langweilig… da erinnerte sich Patrick an ein Buch, das er gelesen hatte.

1911 hatte der Autor und Visionär Hugo Gernsback den ersten Science-Fiction-Roman der Welt, ‘Ralph 124C41+‘, geschrieben. In einer Zeit, in der es weder Fernsehen noch Düsenjets u. Ä. gab, beschrieb  der Verleger und Futurologe Gernsback in seinem Buch eine weit fortgeschrittene Technologie, die heute größtenteils in der von ihm beschriebenen Form Realität geworden ist, z. B. in Form von Bildtelefonen, Faxgeräten etc. Ein dort beschriebenes Gerät hatte Patrick besonders beeindruckt: das Hypnobioskop. Gernsback schrieb:

   „Seit Jahrhunderten war bekannt gewesen, dass man das Gehirn auch während des Schlafs beeinflussen kann. Doch Ralph blieb es vorbehalten, die bekannten Methoden nicht nur zu perfektionieren, sondern auch in eine mechanische Realität umzusetzen. Er vervollkommnete die alten Modelle des Hypnobioskops dergestalt, dass es direkt und stetig die vorgesehenen Impulse auf das schlafende Gehirn übertrug – mit einer Intensität, die es dem Schläfer auch nach dem Erwachen erlaubte, sich an sämtliche Details des programmierten Traums zu erinnern.

   Jahrtausende hatte die Menschheit die Hälfte ihrer Zeit vergeudet, indem sie schlief. Doch Ralphs Erfindung hatte die so genannte ‚negative Zeit’ reaktiviert. Nächte wurden nicht länger sinnlos vertan. Bücher wurden in diesen ehemals nutzlosen Stunden gelesen, Filme gesehen, interessante Abenteuer nacherlebt. Der Großteil jedes Studiums wurde bei Nacht absolviert. Manche Menschen beherrschten fließend bis zu zehn Sprachen, die sie im Schlaf gelernt hatten. Kinder, die in der Schule nicht richtig mitkamen, brachten es durch Hypno-Unterricht zu Musterschülern.”)

   Patrick, der unentwegt dabei war, Wissen anzusammeln – er las sich buchstäblich durch ganze Bibliotheken, angefangen von Kinderbüchern über die ganze Erwachsenen- und Fachliteratur und ‚verschlang’ teilweise 10 Bücher täglich -  fand eine solche Maschine äußerst erstrebenswert und begann, sie nachzubauen. Das erste Neurophone bestand aus Haushaltsgegenständen wie Putzschwämmchen aus Metall und Butterbrottüten aus Plastik. Jahre später bedankte sich Gernsback in einem Brief an Patrick Flanagan dafür, dass dieser seine erfundene Maschine Wirklichkeit hatte werden lassen.

   Nach einem Vortrag des 15jährigen Patrick in Houston setze sich ein Reporter der Lokalzeitung mit ihm in Verbindung und bat ihn, das Neurophone, das unter anderem als ‘Hörgerät für Gehörlose’ verwendet werden konnte, an einer nach einer Hirnhautentzündung gehörlos gewordenen Enkeltochter des Reporters auszuprobieren. Der Versuch war ein Erfolg, der Reporter schrieb einen begeisterten Artikel und bereits am nächsten Tag ging die Nachricht über den Ticker internationaler Nachrichtenbörsen. Daraufhin erschien das Foto des jungen Erfinders auf den Titelseiten von 300 amerikanischen Zeitungen.

   Im September 1961 brachte auch das LIFE-Magazin einen längeren Artikel über das ‘Wunderkind’ Patrick Flanagan.
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Das Flanagan NeurophonePatrick Flanagan trat auch in der ‘Gary Moore’-Talkshow auf und erhielt 1962 von der Academy of Achievement in San Diego die Goldmedaille für die Erfindung des Neurophone. In diesem Jahr erhielt er Tausende von Briefen und Anfragen aus aller Welt. Manche waren nur adressiert an: Pat Flanagan, Erfinder, Texas, USA .

   Das Neurophone wurde ständig weiterentwickelt. Es war auch die Grundlage des Delphin-Mensch-Sprachübersetzers, an dem Patrick Flanagan im Auftrag der amerikanischen Regierung arbeitete. Ein hierfür weiter entwickeltes Neurophone war in der Lage, die Delphin-Pfiffe, die auch jenseits des menschlichen Hörbereichs liegen, in Wellen zu übersetzen, die der Delphin-Mensch-Kommunikator in menschliche Sprachsignale umwandelt konnte und umgekehrt.

   Das Neurophone wandelt Klangsignale in Ultraschallwellen um. Diese Wellen werden über die Haut zum Gehirn weitergeleitet, das die Signale direkt interpretiert. Es ist nachgewiesen, dass man mit dem Neurophone ‘über die Haut hört’. Patrick Flanagan entdeckte somit, dass Menschen ein zweites funktionstüchtiges Hörorgan besitzen - sozusagen einen ‘siebten Sinn’. Mit dem Neurophone können sogar Menschen hören, denen das Innenohr chirurgisch vollständig entfernt wurde!

   Das Neurophone ist auch ein effektives Gerät für Super-Learning. Eine Vergleichsstudie soll bewiesen haben, dass Lernen mit Hilfe des Neurophone bis zu fünfmal effektiver ist als herkömmliche Methoden des beschleunigten Lernens. Es ist zudem ein entspannungsförderndes Gerät, das das Gehirn in tiefere Bewusstseinszustände versetzt (Deltawellen). In seiner Patentschrift zum Neurophone bezeichnet Patrick Flanagan das Neurophone auch als ‚elektronische Telepathiemaschine’. Dies rief erneut das Verteidigungsministerium auf den Plan. Patrick Flanagan führte nicht nur einen jahrelangen Kampf mit der Patentbehörde um die Anerkennung seines Patents – das Patent wurde mit der Begründung abgelehnt, ‚etwas Ähnliches sein noch nie erfunden worden’; später wurde es als erstes abgelehntes Patent in der Geschichte des amerikanischen Patentamts doch noch erteilt, nachdem Patrick das Neurophone an einem vollständig ertaubten Angestellten des Patentamts vorgeführt hatte und dieser tatsächlich in der Lage war, die damit abgespielte Musik zu hören. Mehrere Jahre lang untersagte die DIA (Defense Intelligence Agency, eine der amerikanischen Geheimdienstbehörden) Patrick nicht nur öffentliche Aussagen zum Neurophone, sondern selbst die eigene Arbeit daran, weil ihnen das Gerät zu gefährlich und wirkungsvoll erschien.

Das Flanagan Neurophone DSPPatrick Flanagan erhielt für sein Neurophone aber auch verschiedene Auszeichnungen, u. a. den ‚Gold Plate Award’. Bei der Preisverleihung lernte Patrick den damaligen leitenden Direktor der CIA, Admiral Ray Redburn kennen. Dieser erkannte das Potential des jungen Erfinders und bot ihm ein Stipendium an jeder gewünschten Universität der Welt an sowie eine jährliche Unterstützung in Höhe von 30 000 Dollar,Das Flanagan Neurophone GRS was damals eine unglaubliche Menge Geld war. Patrick hätte sich dafür allerdings verpflichten müssen, nach seinem Abschluss 5 Jahre für den CIA zu arbeiten. Er lehnte das Angebot ab.

   Die neue Neurophone-Generation ist – über 50 Jahre nach der Entwicklung des Prototyps – immer weiter entwickelt wNF1_kleinorden.. 2002 und 2003 brachte Patrick Flanagan eine neue, digitale Neurophone-Generation auf den Markt, das Neurophone GPF-1011 DSP bzw. das Neurophone GRS. Seit 2009 arbeitet Patrick Flanagan an einer neuen Weiterentwicklung des Neurophone. Bis dieses erhältlich ist, ist eine Neuproduktion des Vorgängermodells von DSP und GRS erhältlich, das Neurophone NF1 (siehe Abbildung links).

   Texte zum Neurophone:
Dr. Patrick Flanagan: Die Entwicklung des Neurophone >>>

Katrin Klink: Das eigentliche Wunder ist der Mensch - Patrick Flanagans Neurophone und das menschliche Bewusstsein, Teil 1 >>>

Katrin Klink: Unsere Verwandten, die Delphine - Patrick Flanagans Neurophone und das menschliche Bewusstsein, Teil 2 >>>

Katrin Klink: Zeitveränderte Phänomene im Deltazustand
mit einem Interview mit Patrick Flanagan

Katrin Klink: Kohärenz - Geschenk der Delphine

 

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Neu:
Video mit Patrick Flanagan (englisch):
Durch die Synchronisation der Gehirnhälften erreicht man theoretisch mit dem Neurophone ‘unbegrenzte Intelligenz’.

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